Zeltlager der katholischen Jugend Neckargerach / Binau in Lindau

„Zunächst war es nur ein Zeltlager – aber dann wurde es eine wunderschöne Zeit bei Freunden“. Ein größeres Kompliment als mehrere Binauer Betreuer des Zeltlagers der katholischen Jugend Neckargerach / Binau vom 09.08. – 19.08.2021 in Lindau konnte den Gastgebern kaum gemacht werden. Die Jugendgruppe vom Neckar war mit mehr als 30 Kindern und knapp 15 Betreuern rund 400 Kilometer in die Eichsfeldortschaft gereist, um dort in der langjährigen Zeltlagergeschichte zum 55-jährigen Partnerschaftsjubiläum zwischen der Neckargemeinde Binau und dem Flecken Lindau erstmalig Station zu machen. Zusätzlich konnten auch 15 Kinder aus Katlenburg-Lindau zum Nulltarif an den täglichen Aktivitäten teilnehmen und taten dies ebenso begeistert wie die Kids aus Binau, Neckargerach und den weiteren Neckargemeinden.

Kennenlernspiel Kinder Binau-Lindau

Kennenlernspiel Kinder Binau-Lindau

Denn die Verantwortlichen um Zeltlagerleiterin Sabine Landgraf, die diese Aufgabe schon seit 15 Jahren wahrnimmt, und Chefkoordinator Boris Krämer hatten ein äußerst attraktives Programm mit hohem Unterhaltungswert „auf die Beine gestellt“. Gemeinsame Bastelworkshops, Sketche, Zaubereien, T-Shirts batiken, Schokolade herstellen, die Teilnahme an der Stempelwanderungsaktion des FC Lindau, Badespaß in der Steinlake, Minigolfen, Kennenlernspiele zwischen allen Kindern und natürlich ein gemeinsamer Abschluss mit Lagerfeuer, Stockbrot, Popkorn und Singen von mit der Gitarre begleiteten Liedern – neben dem Badener Lied schallte auch der alte Partykracher „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher über den alten Sportplatz – wurden sehr gut angenommen und sorgten nicht nur für ein stimmungsvolles Lagerleben, sondern auch dafür, dass sich schnell manche Freundschaften unter den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bildeten. Schwerstarbeit hatten teilweise Kerstin Momma und Domenic Hartmann in und vor der Küche des Lindauer Schützenhauses zu verrichten, um den ständigen und ausgeprägten Hunger der Zeltlagerteilnehmer mit leckerem Essen stillen zu können. Und Platzwart Andre Momma, der mit 25jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit neben Lagerleiterin Landgraf der dienstälteste Betreuer war, sorgte souverän dafür, dass auf dem Zeltplatz stets alles vorbildlich funktionierte.

Jugendgottesdienst

Jugendgottesdienst

Zu den besonderen Highlights gehörten ein Binau-Lindauer Abend, an welchem mehrere Lindauer Gäste und Teilnehmer teilnahmen und sich Bürgermeister Uwe Ahrens und Ortsbürgermeister Rainer Schmidt neben dem extra angereisten Binauer Bürgermeister René Friedirch vor den begeisterten Kindern unter anderem im traditionellen „Schowele-Tanz“ beweisen mussten, und ein wunderbar im Freien gestalteter Jugendgottesdienst, welcher vom Binauer Pastoralreferenten Christian Winkler und seiner Frau Anna unter dem Thema „Seefahrer und Gott vertrauen“ ausgerichtet wurde. Zudem unternahmen die Gäste vom Neckar noch Tagesausflüge in den Schmetterlingspark Uslar und das dortige Badeland sowie in das Höhlenerlebniszentrum Bad Grund.

Aufgrund der gegenwärtigen Corona-Situation wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrmals pro Woche einer Testung unterzogen, die ausnahmslos negative Ergebnisse erbrachte. Bei dem Zeltlager setzte die katholische Jugend Neckargerach / Binau, die mittlerweile auf mehr als 45 Jahre „Zeltlager-Erfahrung“ zurückblickt, zudem ausschließlich geschulte, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur pädagogischen Betreuung der Teilnehmer ein, welche alle über einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus verfügten.

Betreuer- und Helferabend

Betreuer- und Helferabend

Auf der Seite der Gastgeber hatte das Lindauer Organisationsteam um Ortsbürgermeister Rainer Schmidt, Schützenhauptmann Michael Kopp, Holger Heine, Andrée Wächter, Britta Eddigehausen und einigen weiteren Helferinnen und Helfern neben den unterstützenden Vereinen Schützengesellschaft, Fußballclub, Kolpingfamilie und Fanfarenzug nichts unversucht gelassen, um den Gästen vom Neckar ihren Aufenthalt in der Eichsfeldortschaft so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieses Engagement wurde von den Binauer Betreuern nicht nur dankend und gern angenommen, sondern auch mehrfach gewürdigt und fand schließlich auch seinen Ausdruck im eingangs erwähnten Satz. Und so erlebten alle bei nahezu ausschließlich gutem Wetter und ausgelassener Stimmung eine wunderschöne Zeit auf dem alten Lindauer Sportplatz, so dass zum Abschluss sogar etwas Wehmut aufkam, als Ortsbürgermeister Schmidt allen Teilnehmern des Zeltlagers noch ein Abschiedsgeschenk in Form eines bedruckten Rucksackbeutels von den Lindauer Freunden überreichte.

Bei dieser Begeisterung liegt es auf der Hand, dass es sich voraussichtlich wohl nicht um eine einmalige Veranstaltung gehandelt hat. Denn bereits jetzt gibt es Überlegungen, in zwei Jahren eventuell eine erneute Auflage des Zeltlagers in der Eichsfeldortschaft an den Start zu bringen – und dann sollen auch die Lindauer Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf dem Sportplatz übernachten können.